Deutscher Segelflugverband e.V.

ber2020kleinDer  AUL-Segelflug (Regionalbereich Ost) informiert mit der Information 2/2019 über die nunmehr vorliegenden Planungen zur Luftraumstruktur 2020 in seinem Regionalbereich. Für die Standorte Leipzig und Dresden werden die Änderungen zum Erscheinen der neuen ICAO Karte 2020 im Frühjahr erfolgen. Für den Standort BER Berlin wird rechtzeitig zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme die finale Fassung mit entsprechenden Daten veröffentlicht. Für den Flughafen Erfurt-Weimar werden noch Modelle diskutiert, so dass wir für das kommenden Jahr mit Stand heute keine Änderungen erwarten.

Mit der Anlage AUL-Ost Info 2/2019 wird ein komplexes Thema dargestellt und kommentiert, das wegen der Inhalte und Karten leider diesen Umfang bekommen hat. Trotzdem empfehlen wir die detaillierte Lektüre, da die neuen Strukturen für den Segelflug und für den Drachen-/Gleitschirmflug sowie für alle Luftsportler teilweise erhebliche Änderungen haben werden. Wir hoffen, dass wir mit unseren Arbeiten und Mitwirkungen Lösungen in den Grundstrukturen vorbereitet haben, die den Luftsport um das Nötigste einschränken. Hierzu gehören die dauerhaften HX-Lösungen je nach Landerichtung für BER Berlin und Leipzig. Zusätzlich haben wir verbindliche Zusagen zu weiteren flexiblen Nutzungen, wenn z.B. auch die Flugplätze in den Anflugköpfen (z.B. Lüsse EDOJ) Meisterschaften ausrichten werden. Die DFS hat hierzu den passenden Luftraum zeitlich für die Dauer der Meisterschaften zugesagt. Auf Grundlage unserer dauerhaften und sachlichen Kommunikation konnten wir die DFS und ihre Luftraumplaner von der Notwendigkeit überzeugen.

Die Verwendung von Karten und Textteilen aus der DFS Information ist mit der DFS abgesprochen. Nur zur Information: an den Standorten Frankfurt/M., München, und Nürnberg werden 2020 ebenfalls neue Luftraumstrukturen bzw. Änderungen geplant!

Bitte macht diese Information AUL-Ost 2/2019 Euren Mitgliedern bekannt und bringt sie an den Flugplätzen zur Kenntnis.

Bedanken möchten wir uns bei den Vereinen und/oder Flugplätzen, die uns nach dem Bericht 1/2019 vom Juni hilfreiche Anregungen gegeben haben. Gerne stehen wir auch jetzt für Fragen und Anregungen zur Verfügung, die uns rechtzeitig vor Mitte September erreichen sollten, damit wir sie in die Luftraum-Nutzer-Konferenz Anfang Oktober bei der DFS einbringen können.

 

12Anlässlich einer Erprobung von UAS zur Unterstützung der Seenotrettung hat das BMVI vorübergehend zwei Gebiete mit Flugbeschränkungen, die „ED-R Ribnitz-Damgarten“ und ED-R „Peenemünde" eingerichtet.

radar 3221021 640Auf Grundlage der Arbeitsergebnisse der Initiative Luftraum und Flugsicherheit wurde eine Awareness-Campaign erarbeitet. Diese hat das Ziel, vorhandene FLARM-Geräte mit ADS-B-In-Geräten aufzurüsten und so die Sichtbarkeit von Flugzeugen ohne FLARM und damit die Flugsicherheit zu verbessern.

bmviDie "Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder für die Genehmigung der Anlage und des Betriebs von Segelfluggeländen" wurde mit einer Neufassung am 3.7.2019 in Kraft gesetzt.

Die bisher gültigen „Richtlinien für die Genehmigung der Anlage und des Betriebs von Segelfluggeländen vom 23. Mai 1969“ waren in die Jahre gekommen und mussten insbesondere bezüglich der Versicherungsbestimmungen überprüft und überarbeitet werden. Das war Anlass für das BMVI (LR 15) die Landesluftfahrtbehörden und die Segelflugverbände zu bitten, ihren Sachverstand in die Novellierung der Richtlinie einzubringen. Der DSV hat sich als Fachverband des Segelfluges der Aufgabe gestellt und sich aktiv in den Erarbeitungsprozess eingebracht, der nun nach rund zwei Jahren zum Abschluss gebracht werden konnte.

In einer schriftlichen Abfragerunde im Jahr 2017 wurden seitens des DSV, wie seitens aller beteiligten Stellen, eine Anzahl von Hinweisen, Aspekten und Verbesserungsvorschlägen vorgebracht. Am 2. Februar 2018 fand in Bonn die erste Beratung über die Vorschläge statt. Bei der Fülle der angesprochenen Einzelbereiche wurde Konsens hergestellt, eine Reduktion der verbindlicher Vorgaben auf das notwendige Minimum anzustreben, um bei der Vielfalt und der unterschiedlichen Gegebenheiten der betroffenen Gelände den Landesbehörden und den Platzhaltern Gestaltungsmöglichkeiten zu erhalten sowie den Bestand der genehmigten Gelände nicht zu gefährden.
Das BMVI hat die hier erörterten Vorschläge in einer neuen Version, die nunmehr „Gemeinsame Grundsätze der Anlage und des Betriebs von Segelfluggeländen“ betitelt ist, zusammengetragen und an alle Beteiligten mit der Bitte um weitergehende Prüfung zur Verfügung gestellt.

Am 13. Februar 2019 fand in Berlin das zweite Expertengespräch unter Beteiligung des DSV statt. In dieser Runde herrschte eine sachliche Arbeitsatmosphäre, die wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Novellierung den entscheidenden Schritt voran nehmen konnte. Bei der Arbeit galt es stets zu berücksichtigen, dass 1969 noch Luftfahrzeuge mit anderen Leistungsspektren den Luftsportbetrieb dominierten, UL noch nicht flogen waren und damals noch niemand wirklich an Motorseglerschlepp gedacht hat. Ganz zu schweigen von Aspekten des Umweltschutzes und dem Errichten von Windenergieanlagen. Die Neuregelung trägt all den damit verbundenen Aspekten Rechnung, steht in Einklang mit anderen “Gemeinsamen Grundsätzen“ und Ordnungen und sichert zudem dem Bestand der genehmigten Segelfluggelände. Das BMVI, die Landesluftfahrtbehörden und die Interessenvertretung des Segelfluges haben in diesem Prozess äußerst konstruktiv und zielorientiert kooperiert.

bmvi Im Juli wurde der Abschlussbericht der Initiative Luftraum und Flugsicherheit veröffentlicht. Es wurden wesentliche Ergebnisse zu Gunsten des Luftsports zur Vermeidung allgemeinen Transponderpflicht ab 5000ft AMSL bzw. 3500ft GND und der Einrichtung neuer Lufträume erreicht. Die Arbeit und die Ergebnisse der Initiative haben wir hier zusammengefasst.

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