Luftraum

... unser Sportplatz beim Segelfliegen

Der von den Segelfliegern und anderen Luftsportlern genutzte Luftraum ist heißbegehrt. Es gilt die unterschiedlichsten Belange aller Luftfahrer unter einen Hut zu bringen, diese reichen von dem nach IFR (Instrumentenflugregeln) fliegenden Airbus A380 bis zum Octocopter mit wenigen hundert Gramm. Diese unbemannten Fluggeräte (UAV - unmanned, uninhabited oder unpiloted aerial vehicle) können autonom oder ferngesteuert unterwegs sein, sowohl als Modell im Luftsport oder als Drohne im kommerziellen oder militärischen Einsatz. Insbesondere dieses Thema wird uns in absehbarer Zeit sehr beschäftigen.

Die Auseinandersetzung um den Luftraum ist oft genug auch ein richtiges Ringen um das beste Konzept. Er ist schwierig und immerwährend. In jedem Fall wird professionelles Wissen und Vorgehen erforderlich sein. Über dieses Wissen verfügt der Deutsche Segelflugverband in seinem neuen Ausschuss Unterer Luftraum - Segelflug (AUL-S). Hier kann der DSV auf das Wissen zu den jeweiligen Regionalbereichen genauso wie auf die Mitwirkung an dem Kriterienkatalog zur Nutzung des Luftraums zurückgreifen. Die DSV Luftraumexperten sind bei der DFS seit vielen Jahren bekannt und als verlässliche Diskussionspartner anerkannt.

Alle wollen doch nur fliegenDie Bedürfnisse des Segelfluges sind aber auch ganz besonders. Wir wollen dort kreisen, wo Thermik ist, schnell vorfliegen wo es säuft, keine Einmischung durch die Flugsicherung, keine teure technische Ausstattung und das selbstverständlich mit großem Verständnis und Vorflugrecht gegenüber allen motorisierten anderen Teilnehmern im Luftverkehr. Zudem soll darauf Rücksicht genommen werden, dass unsere „Planbarkeit“ bei Höhe halten oder Ausweichkurse fliegen kaum bis gar nicht funktional umsetzbar ist. Andererseits wissen wir aber auch, dass (fast) alle Regelungen, die für den Segelflug anwendbar und fliegbar sind, auch für (fast) alle anderen Luftraumnutzer aus dem Luftsport gut nutzbar sind. Als vollwertige Partner im Luftverkehr muss aber auch der Segelflug sachlich und konzeptionell in den Gremien mit Verständnis für alle Teilnehmer am Luftverkehr präsent sein. Dafür steht der DSV.

Um die Position des Segelfluges im Luftraum zu sichern und voranzubringen, bedarf es auf unserer Seite einer guten Mischung von Spezialisten mit Wissen aus Flugsicherung, kommerzieller und militärischer Luftfahrt und natürlich dem Segelflug selbst. Unsere Vertreter sind mit viel Herzblut für den Luftraum der Segelflieger mit dem besten Konzept bei dem Ringen um die beste Lösung dabei. Sie verstehen die Argumente der anderen Luftfahrtbeteiligten, analysieren, bewerten sie und unter dem Motto „Luftraumeinschränkungen so wenig wie möglich, so viel wie nötig“.

Hierzu sind die Mitglieder aus dem „alten AUL“ ab sofort als Team unter der bewährten Leitung von Thomas Liebert im neuen AUL-Segelflug tätig und werden dort ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Sie werden wie bisher in den AUL-Regionen den Segelfliegern, den Vereinen und den Verbänden für Fragen und Unterstützung zur Verfügung stehen. Bei Fragen und Anregungen könnt ihr dieses Team unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! direkt erreichen.

Der DSV hat sich bereits bei der DFS Deutschen Flugsicherung GmbH und anderen Institutionen für die Luftraumgestaltung in Deutschland und in Europa registrieren lassen. In der jährlichen Luftraumnutzer-Konferenz vertritt der AUL-Segelflug unsere Interessen.

Natürlich wird der DSV mit den anderen Nutzern des Luftraums auch als Partner bei der Lösung derer Interessen zur Verfügung stehen und bei entsprechenden Absprachen mit großer Erfahrung die Belange der anderen Luftsportarten vertreten und sie bei Lösungen für ihre Themen unterstützen.

Flugbetrieb

Der Flugbetrieb an einem Segelfluggelände hat sehr wenig mit dem enormen Aufwand an einem Regionalflughafen oder gar einem internationalen Flughafen gemeinsam. Tatsächlich sind aber alle vergleichbaren Funktionen auch dort vorhanden und werden von ehrenamtliche Startleitern, Fluglehrern, Windenfahrern und Schlepppiloten erbracht. Jährlich werden ca. 700.000 Starts von Segelflugzeugen absolviert, viele Millionen Streckenkilometer in dem für uns zugänglichen Luftraum geflogen und zigtausend Stunden geflogen.

Letze Kurve vor der LandungDie Regeln der Luftfahrt gelten für alle. Ausweichregeln, Flughöhen, Verbotszonen, Platzrunden, Anforderungen an die Lizenzerhaltung usw. sind zu beachten. Der Gesetzgeber macht keine grundsätzliche Unterscheidung zwischen Airline-Pilot und Sportpilot. Gerade in diesem regulierten Umfeld ist es wichtig, die Regeln auf einem verständlichen, nachvollziehbaren notwendigem Niveau zu halten, wozu auch der Gebrauch der Muttersprache in den gesetzlichen Regeln gehört.

Erfahrene Segelflieger mit Funktionen im DSV sind auch bei diesem Thema unsere Stimme, die unsere wichtigen Positionen in die nationalen und europäischen Gremien bis hin zur Beratung bei der Gesetzgebung einbringen. Damit können die Mitglieder im DSV auch hier auf jahrzehntelange Erfahrungen für den Segelflug und den Luftsport zurückgreifen.

Auch für diesen Bereich plant der DSV die intensive Einbindung der Erfahrungen der Mitglieder. Wir wollen möglichst national vergleichbare Regelungen, die in Abstimmung mit den Landesluftfahrtbhörden zu Vereinheitlichungen und damit zu Vereinfachungen führen sollen. Bei Fragen und Anregungen können sich die Mitglieder an die Experten wenden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.