Deutscher Segelflugverband e.V.

dfsAufgrund der Zunahme unerlaubter Einflüge in den Luftraum "C" in der Region Berlin weisen wir erneut darauf hin, dass die akkurate Einhaltung der Höhen- und Freigabebeschränkungen in den jeweils beflogenen Lufträumen dringend zu beachten sind.  

Details, insbesondere für die Bereiche um die Flugplätze Strausberg (EDAY) und Schönhagen (EDAZ), finden Sie in folgenden Informationen:

Strausberg (EDAY)

Schönhagen (EDAZ)

soccer 3471307 640Der DSV stellt für die Zeit der Fußball-EM eine separate Luftraumdatei mit den jeweiligen Flugbeschränkungsgebieten zur Verfügung.

Achtung: Die kleinen 2NM ED-R´s für Modell- und Drohnenflug sind NICHT enthalten!

Zu den Luftraumdateien.

dfs

Die DFS führt zurzeit die alljährliche Luftraumanalyse durch und wertet unter anderem die der APEG gemeldeten Vorfälle aus 2023 aus.

Vorbehaltlich des Abschlusses der Analyse ist festzustellen, dass eine sehr hohe Anzahl der dort gemeldeten Vorfälle unter anderem in einen direkten Zusammenhang mit der Nicht-Anwendung der TMZ-Verfahren durch VFR-Piloten gebracht werden kann.

Da die VFR-Flugsaison gerade beginnt, bittet der DSV und die DFS, die Luftraumnutzer über die zur Verfügung stehenden Medien über die Anwendung der TMZ-Verfahren zu informieren um somit eine höhere Sensibilisierung für das Thema schaffen zu können.

Das NfL zu den TMZ-Verfahren sagt dazu Folgendes::

NfL 2023-1-2700 vom 23.03.2023
Regelung für Flüge nach Sichtflugregeln bei einem Flug durch Gebiete mit festgelegter Transponderpflicht (TMZ)

  1. In der Umgebung von einigen IFR-Flugplätzen sind Gebiete mit einer Verpflichtung zur Transponderschaltung (Transponder Mandatory Zone - TMZ) festgelegt.
  2. Für alle TMZs (ausgenommen die TMZ Egelsbach, da diese zusätzlich auch als Radio Mandatory Zone (RMZ) ausgewiesen ist) ist ein Transponder-Code und eine zugehörige Frequenz für eine Hörbereitschaft festgelegt und auf der ICAO- Karte 1:500.000 veröffentlicht.
  3. Während des Aufenthaltes in der TMZ besteht die Verpflichtung, den veröffentlichten Transponder-Code zu schalten und auf der veröffentlichten Frequenz Hörbereitschaft zu halten.
  4. Wenn sich der Luftfahrzeugführer vor Einflug in die TMZ auf einer Frequenz des Fluginformationsdienstes (FIS) befindet, kommt das folgende Verfahren zur Anwendung:
    Der Luftfahrzeugführer meldet das Verlassen der FIS-Frequenz und ändert seinen Transponder-Code auf den in der ICAO-Karte enthaltenen Transponder Code und muss Hörbereitschaft auf der in der ICAO-Karte veröffentlichten Frequenz halten.

stadium 77878 640Die Vorbereitungen zur Fußball UEFA EM 2024 in Deutschland starten nicht nur in den Trainingslagern der Fußballspieler.

Aufgrund der Sicherheitslage hat der BMDV die NfL 2024-1-3117 veröffentlich, die ab dem 14.06.2024 in Kraft tritt und mit dem Tag des Finalspiels in Berlin am 14.07.2024 befristet ist. Der DSV für den AUL-Bereich Ost hat hierzu einen Auszug gefertigt, der vom Prinzip für alle Standorte gleich anwendbar ist. Alle Informationen dazu findet ihr im AUL-Ost Bericht 2/2024.

Nach den Festlegungen der NfL wird die Information zur Anwendung am konkreten Spieltag und zum jeweiligen Spielort 48 Stunden vor Spielbeginn per NOTAM mit Festlegung der Art der möglichen Luftraumeinschränkung mitgeteilt. Eine kurzfristige Anpassung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, wenn die Gefährdungslage dies erfordern sollte. Daher ist eine sorgfältige Flugvorbereitung zum Flug in zeitlicher Nähe zum Abflug sinnvoll.

Flugbeschränkungsgebiete zur UEFA EURO 2024 | DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Details finden Sie hier:

 

Nach dreijähriger Pause fand am ersten Samstag im Februar wieder das traditionelle „Frankfurter Gespräch“ statt. Veranstalter war der „Arbeitskreis Luftraum Frankfurt“ (ALF) und etwas mehr als 80 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung, für die die Akademische Fliegergruppe Frankfurt wieder als hervorragende Gastgeber auftrat. Den Teilnehmern aus drei Landesverbänden (Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz), wurde vom Veranstalter Thomas Liebert eine interessante Agenda geboten, in der auch drei Repräsentanten der Deutschen Flugsicherung DFS mit Vorträgen Beiträge leisteten. Der Schwerpunkt dieser Veranstaltungsreihe ist immer das Thema Luftraum. So gab es außer den lokalen Themen auch einen Überblick über die bundesweite Entwicklung der Luftraumsituation. Dies wurde beispielhaft dargestellt von Thomas Liebert, der nicht nur Sprecher des ALFs ist, sondern auch in seiner Funktion als Regionalvertreter Mitte und Vorsitzender des DSV Ausschuss Unterer Luftraum in der jährlichen Luftraumabstimmung mit der DFS und dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) an der bundesweiten Luftraumplanung mitwirkt.

Das Schwerpunktthema an sich ist die Veränderung des Frankfurter Luftraums , wie wir sie ab dem 21.März 2024 in der neuen ICAO Karte sehen werden. Der Frankfurter Luftraum überspannt nicht nur die drei o.g. Bundesländer, sonders ist auch anerkannt kompliziert und sensibel.

Hierzu hatte der DFS Mitarbeiter aus dem Bereich Safety Management Tower Frankfurt einen sehr interessanten Vortrag vorbereitet. Da die Gestaltung des inneren Bereichs des Frankfurter Luftraums noch aus den 50er Jahren stammte und auch nicht den sonst üblichen Kontrollzonen entsprach, war hier seit längerer Zeit schon Handlungsbedarf. Außerdem waren Konflikte mit den über der Großstadt Frankfurt und der stetig gewachsenen Skyline geltenden Sicherheitsmindesthöhen beim Überfliegen der Stadt vorprogrammiert. Maßnahmen des Regierungspräsidiums Darmstadt und das Ahnden von Verstößen waren die Folge. Diese Konflikte können nun umgangen werden, indem die Kontrollzone um 1.000 ft. angehoben wird und eine ringförmige Umwandlung des Luftraums C für den Bereich 1.500 bis 2.500 ft. in Luftraum D (nicht CTR) erfolgt. Siehe Bilder vorher/nachher, Änderungen der seitlichen Grenzen wird es nicht geben.

 
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Wie anschließend von einem DFS Mitarbeiter aus dem Bereich Luftraum und Verfahren DFS Langen dargestellt, wird es wegen der Zunahme des IFR Aufkommens eine Erhöhung des Eckwertes der Starts und Landungen pro Stunde von 94 auf 104 geben. Darum ist eine erneute (siehe 2020) Absenkung des Luftraums C im nordwestlichen Bereich um Stromberg von Flugfläche 65 auf 4.500 ft. AMSL - so beantragt durch die DFS - aus betrieblichen Gründen erforderlich. Da dies im Übergangsbereich vom Taunus in den Hunsrück liegt, gab es sehr starken Widerstand seitens der Luftsportler. Das Ministerium entschied sich nach genauer Abwägung, diese Maßnahme jetzt einzuführen, im laufenden Jahr aber die Notwendigkeit sehr genau zu überprüfen.

Sektorenkarte 2020Eine Folge der Luftraum C Änderung wird die Wiedereinführung eines Segelflugsektors Stromberg verwaltet vom Koordinator Mainz sein. Da der Luftraum nur bei Betrieb der Landerichtung 07 und bei dichtem Verkehr benötigt wird, ist mit einer Öffnung des Sektors mindestens bei 25 Betrieb zu planen.

Im Folgenden wurden auch die Statistiken zu der letztjährigen Öffnung der Segelflugsektoren vorgestellt. Das Verfahren verlief reibungslos und die Freigabepraxis seitens der DFS war im Jahresrückblick von allen Koordinatoren gelobt worden.

Weitere Änderungen in unserem Nahbereich gibt es auch bei den militärischen ED-R 116 Baumholder und 134 Wildflecken, die wir in Zukunft mit anderer räumlicher Ausdehnung zu beachten haben.

Als weitere wichtige Neuerung in einem komplexen Thema stellte Thomas Liebert die Einführung einer neuen Verwaltungsvorschrift vor. Der bisherige „Luftraumkriterienkatalog“ des BMDV wurde am 18.1.2024 durch den neuen „Leitfaden zur Luftraumplanung in Deutschland“ ersetzt. Hierzu hatte das Ministerium 2020 eine Arbeitsgruppe eingesetzt. In mehr als 50 Sitzungen wurde die neue Vorschrift erarbeitet und dabei flossen nicht nur die guten Erfahrungen des existierenden Luftraumkriterienkatalogs ein, es wurden auch Änderungen von gesetzlichen Vorschriften, neue Luftraummodule und insbesondere der Ablauf der Luftraumplanung definiert. Die langjährige Erfahrung des DSV Luftraumteams hat bei der Mitwirkung eine entscheidende Rolle gespielt und so konnte ein klarer Ablaufplan für die Beantragung, Einführung, Änderung oder Abschaffung von Lufträumen, sowie das Monitoring und die Evaluierung der Maßnahmen geschaffen werden. Ein Projekt, in dem die gute Zusammenarbeit zwischen den Luftraumnutzern (Luftsport, Allgemeine und Kommerzielle Luftfahrt, Flugsicherungsdiensten) und den Entscheidern im Ministerium zum Ausdruck kommt. Wichtig ist für uns Luftsportler, dass wir als gleichberechtigte Partner im Luftraum anerkannt werden.

Mit einem Dank an die gastgebende Akaflieg Frankfurt, an die Vertreter der DFS und an das interessierte Publikum und auch mit guten Wünschen für eine konfliktfreie Saison 2024 endete die Veranstaltung.

Thomas Liebert

Sprecher Arbeitskreis Luftraum Frankfurt und AUL-L Regionalvertreter Mitte

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